Drei Bühnen, zwei Häuser, ein Ziel: Kreativer Freiraum.
Das PATHOS durfte 2021 den neuen Interimsbau des Dreispartenhauses schwere reiter einweihen, und offiziell die Digitale Bühne ins Programm aufnehmen. Das Herzstück unseres Theaters ist der charmante OFF-Theaterraum an der Dachauer Straße 110d auf dem Kreativquartier in München.
Wir beschäftigen uns mit Adultismus, mit der Diskriminierung von jüngeren Menschen durch Ältere. In der aktuellen Spielzeit erforschen wir zudem, wie wir Safespaces in der Theaterpraxis etablieren und unsere inklusive Arbeitsweise vertiefen können.
Das PATHOS soll ein offener Ort sein, an dem der Prozess im Fokus steht. Von Programm für Junges Publikum über Performance, Talks, Lectures, Workshops, Podcasts, outdoor Pieces, Festivals und natürlich Theater, Theater, Theater finden Projekte und Künstler*innen auch in wiederkehrenden Kooperationen einen Experimentierraum bei uns.
Ob Gastspiele, Eigenproduktionen oder Residenzen – unser Anspruch ist es, ein Haus zu sein, das sowohl Künstler*innen als auch Publikum einlädt, immer wieder neues zu erproben und zu entdecken.
Im Zuge einer Residenz am Pathos München möchte die Künstlerin Franziska Angerer der Frage nachgehen, wer alles unerkannt Handlungsmacht (agency) in unserem Stadtgefüge hat. Dabei interessiert sie speziell die Frage, welche Tiere und Pflanzen Münchener Stadtgeschichte im Verborgenen mitschreiben. Mittels Streifzüge durch die Stadt möchte sie Stadt-Tier-Pflanzen-Verbindungen erkunden und befragen.
Franziska Angerer
Das Interesse der Regisseurin Franziska Angerer gilt alternativen musiktheatralen Erzählformen. Sie beschäftigt sich oft mit dem Verhältnis Mensch und Natur und entwickelt dafür sinnliche Zugänge. Ihre Arbeiten sind u.A. zu sehen am Staatstheater Darmstadt, Landestheater Tübingen, Tischlerei der Deutschen Oper Berlin, Bayerische Staatsoper sowie beim SPIELART Theaterfestival in München. Sie ist Preisträgerin des Dr.-Otto-Kasten-Preises des Deutschen Bühnenvereins.
Die Darstellung nackter Körper spielt in so ziemlich jedem Lebensbereich eine Rolle – sei es in der Bildenden oder Darstellenden Kunst, in der Literatur, Populärkultur, Musik, Religion oder Medizin und natürlich in der Pornografie. Doch all diese Bereiche werden von patriarchalen, heteronormativen, rassistischen, eurozentristischen und klassistischen Perspektiven dominiert. Im Rechercheprojekt BEYOND NAKED BEAUTY möchte Helena Kontoudakis den Ist-Zustand und seine Herleitung untersuchen und versuchen, mögliche Auswege bzw. neue Perspektiven zu finden. Dabei sollen nicht nur die Inhalte an sich, sondern auch deren Herstellungsart, Distribution und Kanonisierung/Rezeption beleuchtet werden, wobei sie die eigene Position bewusst wahrnehmen und einsetzen will.
Helena Kontoudakis
Helena Kontoudakis ist eine griechisch-schweizerische Regisseurin mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die in Berlin lebt. Schon vor ihrem Regiestudium hat sie, auf der Suche nach neuen Narrativen, damit begonnen, selbst geschriebene Texte zu inszenieren. Ihre Abschluss-Inszenierung ihres Stücks „Liebe ist…“ befasste sich mit dem patriarchalen Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen. Für die Inszenierung ihres Stücks „STÜCK FLEISCH“ erhielt sie 2019 die Einstiegsförderung vom Senat für Kultur und Europa.
In ihrer Residenz beschäftigen sich Saskia Kaufmann und Raban Witt mit dem Sich-Gehen-Lassen, dem Übertreiben, dem Exzess, kurz: mit dem Bingen. Neben Binge-Eating, -Drinking und -Spending interessieren sie dabei digitale Ausprägungen wie Binge-Watching und exzessive Nutzung von Sozialen Medien. Diesen Phänomenen gehen sie inhaltlich forschend und künstlerisch, d.h. mit Text und Musik experimentierend nach.






