Netzwerk Freier Theater

Das Netzwerk Freier Theater (NFT) agiert seit 2015 als
bundesweiter Zusammenschluss professioneller Theater und Produktionshäuser in
kommunaler Förderung zum Zweck des Austauschs von Wissen und Produktionen.
Erfahrungen, die jede der beteiligten Spielstätten im eigenen lokalen Umfeld
macht, sollen den Partner*innen zur Verfügung gestellt werden. Produktionen,
die an einem Haus erfolgreich entstehen, werden überregional ausgewertet und
bekannt gemacht. Gemeinsam werden neue Projekte konzipiert und koproduziert.
2020 folgte die Vereinsgründung. 

Die im NFT zusammengeschlossen Produktionshäuser und assoziierte Spielstätten
zeichnen sich durch eine je starke lokale Verbindung in die Stadtgesellschaft und
Szene der freien darstellenden Künste hinein aus und fungieren in ihren jeweiligen Städten
als wichtige Ankerinstitutionen in Kooperation und Kollaboration mit freien Künstler*innen.
Sie realisieren darüber hinaus bundesländerübergreifende, teils internationale Koproduktionen,
pflegen einen intensiven Gastspielaustausch und zeichnen sich durch einen
qualitativen Pool von langjährig mit den Häusern assoziierten, professionellen
Künstler*innen, aber auch eine grundsätzliche strukturelle Offenheit für
„emerging artists“ aus. Die Module des NFT umfassen einen
Koproduktionskostenzuschuss, der zweimal jährlich durch die
Mitgliederversammlung vergeben wird; eine Gastspielförderung innerhalb des NFT
von Produktionen, die an den Netzwerkhäusern ko-produziert wurden, und das
Stipendienprogramm FREIRAUM, welches ebenso durch die Mitgliederversammlung
vergeben wird.

Aktuell sind folgende durch die jeweiligen Kulturabteilungen der Städte/Länder geförderten frei produzierenden Theaterhäusern Teil des NFT: 
LICHTHOF Theater Hamburg 
LOT-Theater Braunschweig
Pathos München
studioNaxos Frankfurt (Main)
Theater Rampe Stuttgart
Schwankhalle Bremen
TD Berlin 
WUK Theater Quartier Halle (Saale)
zeitraumexit Mannheim
Theaterwerkstatt Pilkentafel (Flensburg)
LOFFT – DAS THEATER (Leipzig)

Mit VERBINDUNGEN FÖRDERN soll die bislang prekär finanzierte
Netzwerkarbeit konsolidiert, verstärkt und in eine strukturelle Systematik
überführt werden. Wir verstehen das Programm demnach als Impuls, um die
Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit der Partner*innen aus den verschiedenen
Bundesländern voll auszuschöpfen, Methoden und Abläufe der Zusammenarbeit
weiter zu entwickeln, und nach und nach weitere freie Spielstätten und
Produktionshäuser ins Netzwerk einzubinden. Durch die Stärkung des Netzwerks
werden über Wissenstransfer und Kooperationsmodelle auch die jeweiligen
Standorte selbst befähigt, sich sowohl lokal als auch für die Netzwerkarbeit
besser aufzustellen. So lassen sich substanziell bessere Arbeits-, Produktions-
und Aufführungsbedingungen für Künstler*innen generieren, die in dem Maße lokal
und überregional sichtbarer sein werden. 

Die Geschäftsstelle des Netzwerks liegt in Halle (Saale) im Gebäude des WUK Theater Quartier.

Dieses Projekt wird ermöglicht im Rahmen des Programms »Verbindungen fördern« des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien:

Die #TakeHeart-Residenzen sind gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der BKM, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, im Rahmen von Neustart Kultur. Realisiert durch das Netzwerk Freier Theater und assoziierte Häuser sowie das flausen+bundesnetzwerk und Bündnis internationaler Produktionshäuser.