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Theaterwerkstatt Pilkentafel

Flensburg

Pilkentafel 2
24937 Flensburg

info@pilkentafel.de
www.pilkentafel.de

PILKENTAFEL.dasHAUS ist feste Spielstätte und Produktionsort für zeitgenössische Darstellende Künste, Tanz und Performances in Flensburg. Pilkentafel ist der Name der kleinen Gasse, die vom Kapitänsviertel zum Flensburger Hafen hinab führt. In dem denkmalgeschützten Haus von 1771 erfindet und probt seit 1983 PILKENTAFEL.DasENSEMBLE ihre danach weltweit gezeigten Stücke für Erwachsene und Kinder. Die sich im Hof befindende große Schlosserwerkstatt wurde 1998 zu einer Spielstätte umgebaut, woraus sich der Name Theaterwerkstatt Pilkentafel ableitet. Um Licht und Technik unterzubringen, wurde in diesem Zuge ihre Decke erhöht. Inzwischen ist die Theaterwerkstatt Pilkentafel ein sehr gut vernetzter, in verschiedenen Verbänden organisierter und international bekannter Ort für zeitgenössische darstellende Kunst, an dem, gemeinsam mit dem Publikum, immer auch eine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen stattfindet. Unter anderem für diese Formen des Austauschs wurde die Theaterwerkstatt Pilkentafel 2019 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet.

Seit 2012 sind die Infrastruktur und Räumlichkeiten für Kolleg*innen und (Nachwuchs-) Gruppen der freien Szene geöffnet, die neben PILKENTAFEL.dasENSEMBLE in der Pilkentafel residieren, forschen, produzieren  und auftreten. Davon arbeiten aktuell drei mit der Pilkentafel assoziierte Gruppen daran, sich selbst fest am Haus und in Flensburg zu verorten. 

Das Haus selbst wird geführt durch ein festes Haus-Team, das für die Koordinierung und das Alltägliche zuständig ist und reibungslose Abläufe des Theaterbetriebs gewährleistet. Das Haus-Team und die Gruppen befinden sich aktuell in einem gemeinsamen  Transformationsprozess mit dem Ziel, ein demokratisch organisiertes Produktionshaus zu entwickeln.

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel wird institutionell gefördert vom Land Schleswig-Holstein und der Stadt Flensburg.

NFT-Gastspiele

Schwankhalle Bremen Doris Weinberger und Katrin Bretschneider Premiere: 08.06.2018 Theaterwerkstatt Pilkentafel
LICHTHOF Theater Hamburg Markus&Markus Theaterkollektiv Premiere: 01.04.2023 LOT-Theater Braunschweig | Theater Rampe Stuttgart | Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg

Antz

Die Seele der purpurnen Ameise Entomologische Gruppenmeditation im Grünen

Premiere
08.06.2018 – Schwankhalle

Spielstätten
Theaterwerkstatt Pilkentafel

Eine Produktion von und Doris Weinberger und Katrin Bretschneider in Kooperation mit Schwankhalle Bremen und Städtische Galerie Bremen im Rahmen der Ausstellung Olfaktor: Geruch gleich gegenwart.Rechercheresidenz in der Schwankhalle Bremen gefördert im Rahmen des Programms #TakeCareResidenzen des Fonds darstellende Künste und des Netzwerk flausen+

Zur Produktion

ANTZ! ist eine performative Forschung zur Analogie von Mensch und Ameise und wendet sich dem hochspekulativen Bereich der Ameisenseele zu. Es geht um Schwarmintelligenz, Superorganismus oder Ant-Algorithmus: Das Publikum sitzt auf weißen Gymnastikbällen auf einer Wiese und wird zu einer insektenkundlichen Gruppenmeditation geladen. Inspiration dazu lieferten die in letzter Zeit beliebten Youtube-Meditationen: Die hier heraufbeschworenen Bilder handeln vom Aufgehen in einer imaginären Gemeinschaft, von Zugehörigkeit in größere Zusammenhänge und vom Aufgehobensein in einer als romantisch erzählten Natur. Die partizipative Open-Air Performance wendet dieses Format auf die ideologisch stark aufgeladene Ameisenseele an und changiert dabei zwischen utopischen und dystopischen, berührenden wie absurden Momenten.

Beteiligte & Förderer

Katrin Bretschneider studierte angewandte Theaterwissenschaften in Hildesheim und Gießen und arbeitet in wechselnden Konstellationen an
Theater- und Performanceformaten, Interventionen und partizipativen Projekten. 
Doris Weinberger arbeitet als bildende Künstlerin interdisziplinär und kollaborativ in unterschiedlichen Kontexten an Schnittstellen diverser
Formate von Installation und Inszenierung, Environment und Performance.
 

Zur Produktion

Jeder erfolgreiche Blockbuster braucht einen zweiten Teil, der den ersten versenkt. Das kann für das Markus&Markus Theaterkollektiv nur eines bedeuten: Nach dem Erfolg des US-Spielfilms TITANIC muss TITANIC II auf die Bühne. Das Sequel fängt dort an, wo der Film aufgehört hat: auf dem Meeresgrund. Es braucht also Sand, viel Sand.

Die Suche danach führt das Kollektiv in ein Betonwerk, wo es beim Poker Tickets an einen Ort gewinnt, an dem Sand abgebaut wird, als gäbe es kein Morgen. Die Folgen dieses Raubbaus sind greifbar. Die Menschheit verbraucht jedes Jahr doppelt so viel Sand, wie alle Flüsse nachliefern. In tausenden von Jahren entstanden, wird Sand in 90 Minuten unumkehrbar zu Beton gebunden – das ist genauso lang, wie die verdichtete Erzählung dieser Theaterproduktion dauert.

TITANIC II ist Kollisionskurs, Melodram, ein Telegramm vom sinkenden Schiff. Das einzig Beruhigende ist die Unsinkbarkeit des Bootes, in dem wir alle sitzen.

„Auf Sand gebaut“ – Falk Schreiber auf nachtkritik.de über TITANIC II

Beteiligte & Förderer

Bühne, Kostüm: Maike Storf
Lichtdesign: Anahí Pérez
Mitarbeit Recherche und Übersetzung: Shruti Sharma, Bhim Singh Rawat
Fotos: Paula Reissig

Eine Produktion von Markus&Markus Theaterkollektiv in Koproduktion mit dem Lichthof Theater, Sophiensaele, LOT Theater Braunschweig, studiobühne Köln, WUK performing arts und dem Netzwerk Freier Theater e.V.

Gefördert durch MWK Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Stadt Hildesheim, HannoverStiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung. In Partnerschaft mit doppelplatin e.V., ROXY Birsfelden, Schwankhalle Bremen, Theater Rampe Stuttgart und Pathos München. Vorrecherche gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.